Coaching Tipps und Themen - Weiterbildung

Tipp 10: Konfliktlösung mit der Gleichwertigkeit und Menschlichkeit

 

Als der Wiener Arzt Alfred Adler die Individualpsychologie begründete, waren ihm zwei Dinge sehr wichtig: die Gleichwertigkeit zwischen den Menschen und die Menschlichkeit überhaupt. Nur so können Konflikte angegangen und auch gelöst werden.

 

Wer kennt diese Situationen nicht: Zwei Mitarbeiter verstehen sich nicht, die "Chemie" war von Anfang an problematisch und der erste Konflikt ist nur eine Frage der Zeit. Ein Konflikt entsteht bekanntlich dann, wenn ein Mensch der Recht haben will, einen anderen sucht, der ebenfalls Recht haben will. Ganz einfach. Hinter dem "Recht haben" stehen vielfach beziehungsbedingte Konflikte und sehr persönliche Motive. Wer auf sein Recht beharren will, ist letztendlich nicht unbedingt der Gewinner, auch wenn er siegt. Ein Konflikt sollte losgelöst von persönlichen Meinungen geregelt werden. Die Ziele der Firma und die Ziele des Mitarbeiters sind zu beachten und stehen im Vordergrund. Denn Ziele (auch unbewusste) erklären letztendlich das Handeln des einzelnen Menschen.

 

Lösungen wichtiger als Ursachen

Wer gewinnen will, stellt sich automatisch über den anderen. Henry Ford sagte einmal: "Wir sollen nicht nach den Ursachen suchen, sondern nach den Lösungen." Um einen Konflikt zu lösen, braucht es zwischen den Parteien die Regel der Gleichwertigkeit (Akademie für Individualpsychologie nach Alfred Adler). Was soviel bedeutet wie, jeder Mensch ist gleichwertig, es gibt vom Wert her keinen Unterschied - auch nicht zwischen Schüler und Lehrer. Will heissen, dass ein gegenseitiger Respekt vor dem Andern vorhanden ist. Mit dieser Regel der Gleichwertigkeit können langfristige Lösungen gefunden werden und auch die Motivation der Konfliktparteien wieder gesteigert werden.

 

Letztendlich sind alle Menschen eben "nur Menschen". Sie handeln gemäss ihrem Lebensstil und persönlichen Lebenszielen, die schon früh in der Kindheit durch die Erziehung, die Familienkonstellation und eigene Wahrnehmung festgelegt wurden. Ein Team, in dem jeder sein Handeln und Denken nachvollziehen kann, wird zum Winnerteam.


© Coaching-Weiterbildung.ch – 22.12.09

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